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Jede Zukunft
ist wichtig

Ein Herzensanliegen für Schulverweigerer

Wenn ein Kind die Schule verweigert, ist das mehr als „Ich habe keine Lust“. Angst, Scham und Frust beherrschen die Kids lange bevor sie keinen anderen Ausweg mehr wissen.

Deren Eltern sind ebenso verzweifelt. Um diese Kinder und Eltern kümmern wir uns im Kinder- und Jugendförderprojekt „start off“ – unser alternatives Schulprojekt für Schulverweigerer in Zwickau.

Jeder Schultag zählt

Die Jungen und Mädchen, die zu "start off" kommen, haben zuvor stundenweise geschwänzt, gingen bereits über einen längeren Zeitraum nicht mehr zur Schule oder fielen durch massiv störendes Verhalten auf.

Die Gründe für Schulverweigerung sind so vielfältig und individuell wie die Kinder und Jugendlichen selbst. Sie reichen von

  • Schulfrust oder -angst über
  • Versagensängste,
  • Beziehungsstörungen,
  • Leistungsdefizite bis hin zur
  • Gruppenunfähigkeit.

Bis zu zehn Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren erfahren bei „start off“ die Möglichkeit eines Neuanfangs. Bei ihnen handelt es sich um

  • Kinder und Jugendliche ab dem Oberschulalter (5. Klasse)
  • die Schüler der Förder- & Oberschulen (Schulverweigerer)
  • die Schüler mit Defiziten im sozial-emotionalen Bereich und diagnostizierter „Gruppenunfähigkeit“, Lern- und Verhaltensstörungen (seit September 2003)

Unser Ziel und Ihre Hilfe

Ein Zusammenwirken von Schul-, Sozial- und Heilpädagogik hilft, den Kindern und Jugendlichen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu ebnen. Es ist unser Ziel, jeden Einzelnen wieder in eine Klasse zu integrieren oder bei seinen berufsvorbereitenden Maßnahmen zu unterstützen.

Seit 1998 wurde durch das Projekt „start off“ bereits über 260 Kindern und Jugendlichen im Landkreis Zwickau geholfen.

Möglich ist das, dank der guten Kooperation mit dem Jugendamt, dem Landesamt für Schule und Bildung, zwei Partnerschulen und der Stiftung als Träger der Einrichtung.

Mit Ihrer Unterstützung und Dank der Grundförderung durch das Landratsamt Zwickau können und werden wir dies auch weiterhin tun!

Das Ziel von "start off"

Die uns anvertrauten Jungen und Mädchen sollen bis zur Erfüllung ihrer Schulpflicht am Unterricht teilnehmen können und lernen. Dies erreichen wir in der Regel in enger Zusammenarbeit mit den Schülern, bestenfalls auch ihren Eltern und unseren Partnerschulen.

Im Idealfall gelingt es den Kindern und Jugendlichen, den verpassten Schulstoff aufzuholen. Dann wechseln sie in eine, ihrem Kenntnisstand angemessene Klasse, an einer Ober- oder Förderschule und können so beispielsweise die mittlere Reife erreichen. Gelingt dies nicht, unterstützen wir sie dabei, in berufsvorbereitende Maßnahmen eingegliedert zu werden.

Herausforderungen, die es zu meistern gilt!
  • Förderung des Selbstvertrauens, der Selbständigkeit und der Lebenszuversicht
  • Entwicklung von Lernhaltungen und Lernformen
  • Förderung von sozialen Verhaltensweisen
  • Einschränkung von Verhaltensauffälligkeiten
  • Unterstützung bei der Überwindung schwieriger Konfliktsituationen
  • Ausprägung von Leistungsmotivationen
  • Verminderung von schulischen Leistungsrückständen
  • Kontakte zu den Eltern bzw. Betreuern

Das Aufnahmeverfahren

Über die Aufnahme eines Schülers oder einer Schülerin in unser Projekt entscheiden die Kooperationspartner Jugendamt in enger Abstimmung mit den Vertretern der Dietz Stiftung und des Landesamtes für Schule und Bildung (LASUB). Nach einer erfolgreich absolvierten Probezeit von sechs Wochen, erfolgt zumeist die Ummeldung von der Herkunftsschule zu einer unserer Partnerschulen.

Sie haben Fragen dazu oder möchten wissen ob ihr Kind oder ein Schüler, den Sie kennen und der Ihnen Sorgen bereitet, in unser Projekt aufgenommen werden kann? Dann schreiben Sie uns.

Wir besprechen gern mit Ihnen, welche Möglichkeiten es gibt!

Unsere "kleine Schule"

Die Projekt-Schule für unsere Schülerinnen und Schüler ist sehr viel kleiner, als das, was sie bisher kennen. Mitten in der Zwickauer Bahnhofsvorstadt findet unsere besondere pädagogische Arbeit statt. Dabei stehen uns zwei Lernräume für kleine Lerngruppen, ein Raum für gezielte Einzelförderung, ein Kreativraum und ein größerer Raum für die soziale Gruppenarbeit und den Dialog zu Verfügung.

Außerdem gibt es eine Küche, in der wir uns zur begrüßenden Gesprächsrunde treffen und gemeinsam Mittag essen. In dieser Küche findet, wie in vielen Familien, das emotional-soziale Leben unserer Gemeinschaft statt. Hier wird zusammen gekocht, gegessen, sich ausgesprochen, gelacht und auch eine Streitkultur gepflegt.

Chancen nach "start off"

So geht es nach der Zeit im Förderprojekt weiter!

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Ein Tag im "start off"!

Struktur ist wichtig und so sieht sie aus!

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