Zum Inhalt springen

Zeichen setzen gegen Extremismus, Intoleranz und Vandalismus in Zwickau

Nachdem Unbekannte Anfang Oktober in Zwickau einen Gedenkbaum für das erste NSU-Opfer Enver Simsek abgesägt hatten, setzt die Stadt ein Zeichen gegen die Gewalt. Die Professor Dr. Clauß Dietz Stiftung unterstützt gemeinsam mit dem Zwickauer Bildungsträger DPFA diese Initiative.

Als Stiftung für Bildung setzt sich die Stiftung nicht nur für eine Verbesserung des Bildungsniveaus, sondern auch Chancengerechtigkeit und eine demokratische Gesellschaft ein. Daher möchte die Stiftung gemeinsam mit der Stadt Zwickau und anderen Vereinen, Unternehmen und Privatpersonen ein Zeichen setzen gegen Extremismus, Denkmalschändung, Vandalismus und Intoleranz und spendet für die Neupflanzung junger Bäume zum Gedenken an die NSU-Opfer.

„Als Zwickauer Stiftung fühlen wir uns der Stadt in besonderen Maße verbunden und empfinden es als zentrale Aufgabe, uns für ein weltoffenes, demokratisches und gewaltfreies Zwickau einzusetzen. Ich verurteile diese Tat. Die Vorfälle in Zwickau, wie auch an anderen Orten in Deutschland und der Welt zeigen, dass auch die Förderung demokratischer Werte in die Unterrichtsräume der Schulen, die frühkindliche Bildung und den Plattformen für Kinder- und Jugendaustausch gehört“, so Prof. Dr. Clauß Dietz, Stifter und Vorstandsmitglied der Professor Dr. Clauß Dietz Stiftung.

 

Zum Hintergrund: Der sogenannte Nationalsozialistische Untergrund (NSU) war eine neonazistische terroristische Vereinigung in Deutschland, die um 1999 zur Ermordung von Mitbürgern ausländischer Herkunft aus rassistischen und fremdenfeindlichen Motiven gebildet wurde. Die Mitglieder Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe waren ab 1998 untergetaucht. Sie ermordeten zwischen 2000 und 2007 neun Migranten und eine Polizistin, verübten Mordversuche, Sprengstoffanschläge und Raubüberfälle. In Zwickau lebte das Trio ab 2008 bis zu ihrem Auffliegen 2011.